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Binäre Optionen Broker im Vergleich | Test & Erfahrungen 2017

Die Begriffe Binäre Optionen sind in aller Munde. Nachdem es den Privatanlegern im Jahr 2008 ermöglicht wurde, mit Binären Optionen zu handeln, boomt der Markt. Die Anzahl der Broker ist kaum überschaubar und hier gilt es den richtigen Broker auszuwählen, was nicht ganz einfach ist. Mithilfe eines unabhängigen Brokervergleichs kann die Auswahl aber stark eingeschränkt und vereinfacht werden.


Was sind Binäre Optionen überhaupt?

binäre optionenBinäre Optionen (Digitaloptionen) sind Finanzderivate, die bei Online-Brokern gehandelt werden können. Das Wort „binär“ verrät schon, dass eine Option lediglich zwei Zustände annehmen kann, nämlich Gewinn oder Verlust. Während beispielsweise beim CFD- oder Forex-Handel mit Hebel gearbeitet wird und der Gewinn vervielfacht und der Verlust über das eingesetzte Kapital hinausgehen kann, ist das beim Binäroptionshandel nicht der Fall. Aus diesem Grund sind Gewinn und Verlust auch überschaubar. Zudem überzeugt der Binäroptionshandel mit einer Simplizität, die es bei keinem anderen Finanzhandel gibt.

Klassisch eröffnet ein Trader Call- oder Put-Optionen. Eine Put-Option wählt er aus, wenn er davon ausgeht, dass der Kurs eines Basiswertes (Vermögenswert) steigt. Nimmt der Trader hingegen an, dass der Kurs fallen wird, so eröffnet er eine Put-Option. Somit steht also „Call“ für steigende und „Put“ für fallende Kurse. Der Laufzeit der Optionen kann der Trader individuell auswählen, ebenso den Einsatz pro Trade. Wenn der Trader mit seinen Kursprognosen richtig lag, wird ihm am Ende der Laufzeit eine vorab festgelegte Rendite ausgezahlt. Im Verlustfall ist das eingesetzte Geld verloren.

Trotz der Einfachheit dieses Funktionsprinzips, das auch Börsenlaien sofort verstehen, darf keinesfalls ein „blindes“ Traden erfolgen. Dies würde den Binäroptionshandel zum Glücksspiel machen. Vielmehr ist es für den erfolgreichen Handel unabdingbar, dass sich Interessierte nicht nur mit dem aktuellen Börsengeschehen beschäftigen, sondern auch mit einer Handelsstrategie arbeiten. Es ist also unerlässlich, dass sich Trader tief in die Materie einarbeiten und ihr Wissen stetig erweitern.


Die Wahl des geeigneten Binäre Optionen Anbieters

Aufgrund der Vielzahl an Brokern ist es nicht leicht, den passenden Anbieter für die eigenen Tradinggeschäfte zu finden. Deshalb ist ein Brokervergleich auch immer hilfreich und kann die Entscheidung vereinfachen. Dabei sollte bei einem Vergleich auf die folgenden Punkte geachtet werden:

  • Seriosität und Vertrauenswürdigkeit
  • Handelsplattform und Demokonto
  • Basiswerte, Handelsarten und Zusatzfunktionen
  • Mindesteinzahlung, Mindesteinsatz und Rendite
  • Bonus und Bonusbedingungen
  • Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten
  • Kundenservice und Bildungsangebot

Seriosität und Vertrauenswürdigkeit

Ein guter Anbieter stellt die Basis des erfolgreichen Tradings dar. Deshalb ist es ungemein wichtig, dass dieser seriös und vertrauenswürdig ist. Grundsätzlich gilt hier: Je länger ein Anbieter auf dem Markt tätig ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser seriös agiert. Schwarze Schafe bleiben häufig nur kurzfristig auf dem Markt und verschwinden auch wieder schnell. Mit langjährig auf dem Markt bestehenden Brokern haben zudem schon zig Trader Erfahrungen gemacht. Ungereimtheiten, Missstände oder Betrügereien wären schon längst ans Licht gekommen. Deshalb sollte man sich auch vorwiegend bekannte Broker als Handelspartner auswählen.

Die hinter den Brokern stehenden Unternehmen haben größtenteils ihren Sitz auf Zypern und unterliegen somit den Gesetzen und Richtlinien der Europäischen Union. Ein eindeutiges Indiz für die Seriosität eines Anbieters ist eine EU-Lizenz, ausgestellt von der zuständigen Aufsichts- und Regulierungsbehörde. In Zypern ist dies die Cyprus Securities Exchange Commission (CySEC). Nur wenige Binäre Optionen Broker sind außerhalb der Europäischen Union ansässig, was jedoch nicht bedeutet, dass diese Broker unseriös sind.

Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht, auch nicht bei lizenzierten Brokern. Jedoch kann die Seriosität eines Brokers anhand der folgenden Kriterien überprüft werden:

  • Findet sich auf der Webseite des Brokers ein Impressum mit Angabe des dahinter stehenden Unternehmens inklusive Anschrift?
  • Sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sofort auffindbar auf der Webseite? Und enthalten diese alle wichtigen Regelungen?
  • Ist der Anbieter über einen Kundenservice zu erreichen?
  • Weist der Broker auf das Risiko hin?
  • Bietet der Broker Lernmaterialien, FAQs, Informationen o.ä. an?
  • Macht der Anbieter Angaben bezüglich des Umgangs mit Kundengeldern?
  • Wie geht der Anbieter mit dem Thema Datenschutz um?

Wenn der Broker eine transparente Informationspolitik betreibt und auch der Kundenservice auskunftsbereit ist, zeigt dies schon, dass es sich hier um einen vertrauenswürdigen Anbieter handelt. Denn schließlich hat ein seriöses Unternehmen zum Handel mit Binären Optionen nichts zu verbergen.


Handelsplattform und Demokonto

binäre optionen erfahrungenEs gibt nur wenige Binäroptionsbroker, die eine Handelssoftware selbst entwickeln und programmieren. In der Regel greifen die Broker auf die renommierten Softwarehersteller TechFinancials, SpotOption und Tradologic zurück, da sich die Handelsplattformen leicht bedienen lassen. Unterschiede zwischen den Plattformen gibt es lediglich im Aufbau und Design. Zudem bieten nicht alle Broker auch die gleichen Zusatzfunktionen und Handelswerkzeuge an. Grundsätzlich sind die Handelsplattformen aber so gestaltet, dass sich jeder sofort zurechtfindet.

Der Großteil der Anbieter bietet zudem auch eine mobile Lösung an. Eine passende App können sich Trader direkt von der Homepage des Brokers auf ihr Smartphone oder Tablet herunterladen. Kompatibel sind diese Apps meist mit Android- und iOS-Geräten. Für Windows-Phones und Blackberry-Geräte gibt es hingegen nur sehr selten kompatible Apps.

Ein Demokonto wird nicht automatisch von jedem Broker zur Verfügung gestellt. Gerade für Anfänger ist solch eine Demoversion ein nützliches Tool, um den Handel mit Binären Optionen kennenzulernen, ohne dass gleich echtes Geld investiert werden muss. Während einige Anbieter gar kein Demokonto anbieten, können bei anderen Brokern die Demoversionen erst dann genutzt werden, wenn eine Registrierung und Einzahlung erfolgt ist. Wiederum andere Broker aktivieren das Demokonto nur auf Anfrage.

Zudem kann ein Demokonto auch nicht bei jedem Broker zeitlich unbegrenzt genutzt werden. Oftmals stellen die Anbieter das Konto lediglich für eine gewisse Zeit zur Verfügung oder der Zugriff auf das Demokonto ist an eine Mindesteinzahlung geknüpft. Trader, die mit einer Demoversion arbeiten möchten, beispielsweise um eine Handelsstrategie zu testen, sollten deshalb darauf achten, ob ein Broker überhaupt eine Demo anbietet und ob die Nutzung an Bedingungen geknüpft ist.

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Basiswerte, Handelsarten und Zusatzfunktionen

Beim Binäroptionshandel wird ausschließlich mit den Basiswerten aus den folgenden Anlagenklassen gehandelt:

  • Indizes
  • Aktien
  • Rohstoffe
  • Währungen
Wie viele Indizes, Aktien, Rohstoffe und Währungen bei einem Broker handelbar sind, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Während einige Broker 70 bis 80 Basiswerte zur Verfügung stellen, gibt es bei anderen Brokern wiederum über 150 handelbare Basiswerte. Der Durchschnitt liegt hier bei rund 100 Basiswerten, die sich auf die zuvor genannten Anlagenklassen verteilen. Grundsätzlich finden Trader aber bei jedem Broker die wichtigsten Basiswerte. Der Rest besteht meist aus exotischen Basiswerten.

Während die Anzahl der Basiswerte eher eine untergeordnete Rolle bei der Auswahl des Brokers spielt, ist die Anzahl der Handelsarten um ein Vielfaches wichtiger, denn diese versprechen Abwechslung im Tradinggeschäft. Anfänger sollten sich jedoch zunächst auf die einfachen Call- und Put-Optionen beschränken, die von jedem Broker angeboten werden. Einige Broker bieten darüber hinaus noch folgende Handelsarten an:

  • Kurzfristige Optionen: Call- und Put-Optionen werden in der Regel über 15 Minuten gehandelt. Bei den kurzfristigen Optionen, die auch als Turbo-Optionen bezeichnet werden, ist der Zeithorizont wesentlich kürzer. So können diese Optionen beispielsweise 30, 60 oder 120 Minuten gehandelt werden, um innerhalb kürzester Zeit Gewinne zu erzielen. Jedoch geht das nicht ohne ein hohes Risiko einher. Den Kurs eines Basiswertes für einen solch kurzen Zeitraum einzuschätzen, ist extrem schwer, weshalb sich hieran nur fortgeschrittene und professionelle Trader trauen sollten.
  • One-Touch-Optionen: Diese Handelsart ist ebenso anspruchsvoll wie die Turbo-Optionen. Trader müssen hier nicht vorhersagen, ob ein Kurs steigt oder fällt, sondern ob der Kurs einen vom Broker vorher festgelegten Zielkurs berührt oder nicht.
  • Range-Optionen: Bei dieser Handelsvariante, die auch unter dem Namen Boundary-Option bekannt ist, müssen Trader vorhersagen, ob der Kurs bei Optionsablauf innerhalb oder außerhalb eines vom Broker festgelegten Bereiches liegen wird.
  • Pair-Optionen: Vom Broker werden bei den Pair-Optionen unterschiedliche Paare gebildet, meist aus der gleichen Anlagenklasse. Ein solches Paar wäre zum Beispiel: BMW-Aktie und Mercedes-Aktie. Hier müssen Trader dann vorhersagen, welcher Basiswert bei Ablauf der Option besser dastehen (performen) performen wird.

Broker, die ihre eigene Software entwickeln, stellen auch gleichzeitig selbst entwickelte Handelsarten zur Verfügung, die dann bei keinem anderen Broker zu finden sind.

Des Weiteren bieten auch einige Broker verschiedene Tools zur Risikominimierung und Verlustbegrenzung an. Neben einer Verlustabsicherung, bei der ein bestimmter Prozentsatz des eingesetzten Geldes im Verlustfall zurückerstattet wird, gibt es noch verschiedene Zusatzfunktionen.

Hierzu gehört zum Beispiel die beliebte Funktion Early Closer, womit offene Trades noch vor der gebuchten Ablaufzeit geschlossen werden können, falls absehbar ist, dass diese im Verlust enden. Um den Gewinn bei gutlaufenden Trades zu maximieren, gibt es zudem die Double-Up-Funktion.


Mindesteinzahlung, Mindesteinsatz und Rendite

binäre optionen brokerDie Registrierung bei einem Binäre Optionen Broker ist immer kostenlos. Auch für die Führung des Handelskontos fallen keine Kosten an. Jedoch kann mit dem Traden erst begonnen werden, wenn einer vom Anbieter vorgeschriebener Mindestbetrag auf das Handelskonto eingezahlt wurde. Dabei liegt die Mindesteinzahlung durchschnittlich zwischen 100 und 250 Euro. Nur selten verlangen Broker einen niedrigeren oder höheren Einzahlungsbetrag.

So wie die Mindesteinzahlungsbeträge je nach Broker variieren, so variieren auch die Mindesteinsätze pro Trade. Turbo-Optionen können bei den meisten Brokern schon ab 5 Euro gehandelt werden, während für die restlichen Handelsarten oftmals 10 bis 25 Euro pro Trade investiert werden müssen. Vereinzelt gibt es auch Anbieter, bei denen es möglich ist, bereits mit einem Euro eine Position zu eröffnen.

Die Höhe der Renditen schwankt sehr stark. Zwar werben die Broker immer mit einer Rendite von beispielsweise bis zu 90 Prozent, je nach Basiswert und Handelsart kann die Rendite aber auch weitaus darunter liegen. Die vom Broker angegebene Rendite ist also als Maximalrendite zu betrachten, die sehr wenig über die tatsächliche Rendite aussagt. Üblich sind Renditen zwischen 60 und 85 Prozent. Eine Ausnahme bilden hier die Optionen, die im High-Yield-Modus gehandelt werden. Hier kann die Rendite auch schon mal zwischen 300 und 1000 Prozent liegen. Hier gilt jedoch, dass je höher die Rendite ist, desto risikoreicher sind auch die Binären Optionen.


Binäre Optionen Anbieter: Bonus und Bonusbedingungen

Lange Zeit war es durchaus üblich, dass Binäre Optionen Broker Boni an neue und reguläre Kunden auf ihre Einzahlungen geben. Die zypriotische Aufsichtsbehörde CySEC hat es jedoch den auf Zypern ansässigen Brokern im Dezember 2016 verboten, Bonus-Gutschriften anzubieten. So kam es wohl häufig vor, dass Trader – vor allem Neulinge – ihr Einzahlungsguthaben verzockten und sich dann negativ über Broker äußerten. Allgemein wird dieses Thema kontrovers diskutiert.

Bei Online-Casinos oder Online-Wettanbieter ist es beispielsweise seit vielen Jahren üblich, Boni anzubieten. Spieler kennen die Bedingungen, an denen ein Bonus geknüpft ist und sprechen hier auch nicht von Betrug. Auch bei den Binären Optionen Brokern wurden die Bonusbedingungen offen kommuniziert und kein Trader wurde gezwungen, solch einen Bonus in Anspruch zu nehmen. Aufgrund der neuen Richtlinien der CySEC wird es aber vermutlich keine Boni mehr bei zypriotischen Brokern geben.

Die nicht auf Zypern ansässigen Broker bieten jedoch immer noch Boni an. Diese sind in der Regel an die Bedingung geknüpft, dass sie erst ausgezahlt werden können, wenn der Bonusbetrag x-fach umgesetzt wurde. Dabei liegt der Multiplikator meist zwischen 25 und 50. Sollte ein Broker jedoch mehr als die 50-fache Umsetzung verlangen, ist von einer Inanspruchnahme des Bonus abzusehen.


Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten

Für die Kapitalisierung des Handelskontos sollte ein Broker unterschiedliche Zahlungsmethoden zur Auswahl stellen. Neben den üblichen Zahlungsoptionen wie Kreditkarte, Banküberweisung und Sofortüberweisung bieten mittlerweile auch viele Anbieter Dienste wie Neteller oder Skrill an, über die eine Einzahlung getätigt werden kann. In Bezug auf die Ein- und Auszahlungsbedingungen sollte auch immer ein Blick auf etwaige Gebühren geworfen werden. Außerdem sollte der Datenschutz inkl. Verschlüsselung gewährleistet sein.

Auszahlungen werden außerdem erst dann bearbeitet, wenn sich der Trader verifiziert hat. Es handelt es sich hierbei um einen üblichen Verifizierungsprozess, der dem Anti-Geldwäsche-Gesetz geschuldet ist. Trader müssen hierfür diverse Dokumente, wie zum Beispiel eine Farbkopie ihres Personalausweises, beim Broker einreichen. Nach erfolgreicher Prüfung der Dokumente, was meist nicht länger als 48 Stunden dauert, werden Auszahlungen bearbeitet und ausgeführt.

Kundenservice und Bildungsangebot

broker testEin guter Broker unterstützt seine Trader. Hierzu gehört nicht nur ein kompetenter Kundenservice, der idealerweise via Telefon, Live-Chat und E-Mail erreichbar ist, sondern auch das Bildungsangebot. Einige Anbieter haben eine eigene Trading-Akademie, in der Trader alles finden, um sich zu informieren und weiterzubilden. Hierzu gehören beispielsweise Leitfäden, eBooks oder FAQs rund um das Thema Binäre Optionen.

Oftmals finden sich auch Lernvideos oder es werden eKurse und Webinare angeboten. Auch persönliche Coachings sind keine Seltenheit. Häufig bekommen Trader einen Account-Manager zur Seite gestellt, der ihnen beim Traden hilft. Gerade Neueinsteiger sollten darauf achten, dass sie einen Broker auswählen, der ein umfangreiches Bildungsangebot bietet.


Ausrichtung des Binäre Optionen Brokers

Die Broker positionieren sich sehr unterschiedlich am Markt und fokussieren sich meist auf verschiedene Zielgruppen, wie unerfahrene, fortgeschrittene oder professionelle Trader. Einige Anbieter richten ihr Angebot auch auf Gelegenheits- oder Vieltrader aus. Andere Broker versuchen wiederum, jede Zielgruppe anzusprechen.

Wenn sich ein Broker beispielsweise auf Neulinge konzentriert, dann ist das Traden meist mit geringen Summen möglich. Anbieter, die sich auf fortgeschrittene und professionelle Trader fokussieren setzen den Mindesteinsatz pro Trade recht hoch an, da diese Art von Trader häufig große Summen beim Traden bewegen. Deshalb sollten sich Trader die Anbieter ganz genau ansehen und sich über ihre eigene Motivation Gedanken machen, um den richtigen Partner auszuwählen. Unser Binäre Optionen Vergleich hilft Ihnen bei der Entscheidungsfindung.

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